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Review – femak Symposium 2015 – Vivantes Berlin-Neukölln – Textilversorgung im Krankenhaus

Harald Bender, Bundesvorsitzender „femak“ und Kathy Vetter, Geschäftsführerin Vivantes Service GmbH begrüßten die Teilnehmer des diesjährigen Symposiums „Textilversorgung neu gedacht – Chancen und Risiken am Praxisbeispiel“. Zu diesem Thema führte Wilhelm Brücker, Geschäftsstelle „femak“, durch das Programm.

Ansgar Köhler, Bereichsleiter VivanTex und Andreas Fastenau, Geschäftsführer Leo-System GmbH, beleuchteten die historische Entwicklung der Textilbranche und wie sich die Wäscheversorgung im Krankenhaus im Lauf der Zeit verändert hat.

Die Krankenhäuser stehen unter einem stetig wachsenden Kostendruck. Im Rahmen verschiedener Analysen stellt sich auch die Frage: Wieviel Personal binde ich mit der Wäscheversorgung? Die Textilversorgung im Krankenhaus ist eine komplexe logistische Herausforderung. Viele Gesundheitseinrichtungen erkennen ihre Defizite in der Sache und suchen nach finanziell umsetzbaren Lösungen. Qualität, Hygiene, Dokumentation, Kosten, Innovationen sind wichtige Eckpunkte. Im Vordergrund steht jedoch eine rund um die Uhr funktionierende Versorgung mit den verschiedenen Textilien. Auch hier kommt die Frage auf: Darf ich auf Kosten der Qualität den Preis reduzieren?

Vivantes hat in Neukölln andere, eigene und z.T. neue Wege beschritten. Auch mit diesem Symposium blickten wir wieder in die Zukunft bzgl. einer modernen Versorgung der Patienten in den Gesundheitseinrichtungen. Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung lag in der Betrachtung der logistischen Herausforderungen, die eine innovative Wäscheversorgung in einem Großkonzern mit sich bringt.

Rechtliche Regelungen, strukturelle Zwänge, personelle Gegebenheiten waren zu berücksichtigen. Passende Räumlichkeiten in vorhandenen Gebäuden mussten gefunden werden. Ein sehr begrenzter Zeitraum zur Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes stellte das Team vor große Aufgaben.

Der sich anschließende Rundgang in kleinen Gruppen zeigte, wie das Ergebnis der neuen Versorgungsart des Vivantes Klinikum Neukölln mit Wäsche funktioniert. Auch während der Besichtigung wurde von den Klinikmitarbeitern die neue Form der Textilversorgung genutzt. Jeder konnte Ideen und Anregungen für die tägliche Arbeit mitnehmen.

Zum Schluss dankte Harald Bender den Mitarbeitern des Vivantes Klinikum Neukölln für die Organisation und Durchführung des Symposiums. Bender, aber auch alle Teilnehmer zeigten sich beeindruckt vom System der textilen Versorgung.

Symposium 2015 02
Kathy Vetter, Geschäftsführerin Vivantes Service GmbH

Symposium 2015 04   Symposium 2015 05
Ansgar Köhler, Bereichsleiter VivanTex und Andreas Fastenau, Geschäftsführer Leo-System GmbH.
Die Vorträge können femak-Mitglieder im internen Bereich der Homepage downloaden.

Symposium 2015 08   Symposium 2015 03
Marta Okon, Leiterin Servicemanagement VivanTex im Gespräch mit dem Geschäftsstellenleiter femak Wilhelm Brücker, der auch die Moderationinne übernahm.

Symposium 2015 07   Symposium 2015 06
Teilnehmer des Symposiums

Symposium 2015 09   Symposium 2015 10
Zugang zur Wäscheschleuse, jeder hat seinen eigenen Zugang. Nach dem Passieren der Schleuse ist man im Innenraum des Wäschelagers.

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Marta Okon (2.v.l.) beantwortet Fragen zur Wäscheentnahme. Für jeden Mitarbeiter, der berechtigt ist Wäsche zu empfangen, sind Stammdaten über Größe, Art der Wäsche, Anzahl der berechtigten Wäschestücke usw. hinterlegt. In der zu entnehmenden Wäsche sind elektronisch lesbare Codes eingenäht. Beim Verlassen des Raumes durch die Wäscheschleuse wird die entnommenen Wäsche einem Scan unterzogen. Im Hintergrund registrirt und speichert die Software alle entnommenen Wäschestücke. Auch die entnommenen Wäschestücke, die eigentlich nicht zur Person in den Stammdaten hinterlegt sind.

Symposium 2015 12   Symposium 2015 14  
Nach der Anlieferung der gereinigter Wäsche geht diese in Paletten durch den Sanner. So wird auch beim Abwurf der gebrauchten Wäsche diese elektronisch erfasst. Die Software im Hintergrund registriert auch diese Aktionen. Auswertungsprogramme geben Informationen über den Wäschebestand. Wer mehr Wäschestücke entnommen hat, als ihm zusteht, muss gebrauchte Wäsche abwerfen, sonst…

Symposium 2015 15
Neben den alten Wäscheschränken (links, blaue Schränke) gibt es auch noch die kleinere Schrankvariante der Textilausgabe (rechts im Bild). Auch hier wird die entnommene und eingeworfene Wäsche gezählt/registriert.

Nach diesem kurzen Bildbericht haben Sie sicherlich viele Fragen. Kontaktieren Sie bitte die femak-Geschäftsstelle.

Jürgen Geißler
femak-Öffentlichkeitsarbeit